Die Planungen für den Park(ing) Day 2026 sind bereits in vollen Gange! Nehmt euch am Samstag, 19. September 2026 von 10-14 Uhr nichts vor, denn dann wird es bunt zugehen auf dem Juliusplatz.
Das Motto dieses Jahr: Heiße Stadt? Kühle Plätze!
Juliusplatz?! Sollte das Ganze nicht auf dem Parkplatz Rathausstr. Ecke Manfred-Vetter-Str. stattfinden? Korrekt! Wir haben die Vernstaltung dort angemeldet, und schon eine mündliche Zusage dafür erhalten. Letztendlich wurde der der Ort dann aber dreieinhalb Wochen vor dem Park(ing) Day von der Stadt schriftlich abgelehnt, und wir müssen auf den Juliusplatz umziehen.

Vielen Dank an den VCD Nordost für das zur Verfügung stellen der Auto-Grafikelemente!
Park(ing) Day 2025
„WHAT?! Jetzt blockieren sie schon wieder alle unsere schönen Autoparkplätze?“
Nein, nicht alle. Nur 10 (in Worten: zehn), und das nur für ein paar Stunden. Einen Tag nach dem offiziellen Park(ing) Day haben wir auf dem Juliusplatz gezeigt, wie man den öffentlichen Raum anders nutzen kann als bloß Automobile drauf abzustellen.
Was das war, könnt ihr in der Rückschau nachlesen:
Das war der Park(ing) Day 2025 in Neustadt
Park(ing) Day 2024
Was würdest Du tun, wenn Dir jemand 12m² Platz schenkt?
12m², das ist die durchschnittliche Fläche eines Autoparkplatzes. Am Park(ing) Day, einem internationalen Aktionstag für lebenswerte Innenstädte geht es uns darum, was man mit dieser Fläche noch machen kann, außer Autos darauf abzustellen: Spielen, (vor)lesen, musizieren, Sport treiben, chillen – der Phantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt.
Am 7. September haben die Neustadter Ortsgruppen von ADFC, BUND, DGB und NABU, die Engagierte Jugend Neustadt, die lokalen Fahrradläden Trimpe und In Velo Veritas und natürlich die Klimaaktion in der Landschreibereistraße den Park(ing) Day in Neustadt veranstaltet.
Durch die vielen tollen Aktionen hat sich unser Event schnell in ein Straßenfest verwandelt, bei dem für jeden etwas dabei war. Die Kids konnten mit Spaßrädern durch die autofreie Straße düsen, die Live Musik inspirierte einige zum Tango tanzen und jeder der wollte bekam einen kostenlosen, professionellen Fahrradcheck.
Unzählige Pflanzen und Sitzgelegenheiten brachten gleichzeitig etwas Grün in die Stadt und luden die Passanten, die vom Duft frischer Waffeln angelockt worden waren, zum Verweilen und Philosophieren ein.

Der Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel „Spaß uff de Gass“ man haben kann, wenn diese nicht durch Autos blockiert wird, wie auch die folgenden Bilder zeigen 🙂












Park(ing) Day? Was ist das überhaupt?
Der Park(ing) Day ist ein internationaler Aktionstag, der jährlich am dritten Freitag im September stattfindet. An diesem Tag gestalten Bürger, Künstler und Aktivisten Parkplätze in Städten temporär um, um auf die Nutzung des öffentlichen Raums aufmerksam zu machen. Die Idee wurde erstmals 2005 von dem Kunst- und Designstudio Rebar in San Francisco umgesetzt. Seitdem hat sich der Park(ing) Day zu einem globalen Phänomen entwickelt, das in vielen Städten weltweit stattfindet.
Ziele:
- Bewusstsein schaffen: Der Park(ing) Day soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die begrenzten öffentlichen Flächen in Städten und deren überwiegende Nutzung für den Autoverkehr schärfen. Durch die Umwandlung von Parkplätzen in temporäre Parks und Gemeinschaftsflächen wird verdeutlicht, wie viel Raum Autos in Anspruch nehmen und welche alternativen Nutzungsmöglichkeiten es gibt.
- Förderung von Gemeinschaft und Kreativität: Der Aktionstag fördert die Kreativität und das Gemeinschaftsgefühl, indem Menschen dazu ermutigt werden, gemeinsam neue Ideen für die Nutzung städtischer Flächen zu entwickeln und umzusetzen. Dies kann durch verschiedene Aktivitäten wie Pop-up-Parks, Kunstinstallationen, Gemeinschaftsgärten oder kleine Veranstaltungen geschehen.
- Umweltbewusstsein: Der Park(ing) Day hebt die Bedeutung von Grünflächen und nachhaltigen städtischen Planungsansätzen hervor. Durch die Schaffung temporärer Grünflächen wird die Notwendigkeit eines umweltfreundlicheren und lebenswerteren städtischen Umfelds betont.
- Verkehrspolitische Diskussion anregen: Der Aktionstag regt Diskussionen über die Verkehrspolitik und Stadtplanung an. Er soll Politiker, Planer und die Öffentlichkeit dazu ermutigen, über alternative Mobilitätskonzepte und eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums nachzudenken.
- Förderung von Alternativen zum Auto: Indem Parkplätze für andere Zwecke genutzt werden, wird die Notwendigkeit einer autozentrierten Stadtinfrastruktur in Frage gestellt. Der Park(ing) Day soll zur Förderung von Alternativen wie Fußgängerzonen, Fahrradwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln beitragen.
Der Park(ing) Day ist somit ein kreativer und engagierter Ansatz, um die Nutzung des städtischen Raums zu überdenken und eine nachhaltigere, lebenswertere Stadtgestaltung zu fördern.
